Das Aufwachsen mit Alkoholismus wirkt sich nachhaltig auf dein Leben aus

Viele erwachsene Kinder von Alkoholikern (kurz: EKA) unterschätzen die Auswirkungen, die in einer alkoholbelasteten Familie entstehen. Vielleicht ist es Wunschdenken. Vielleicht ist es auch einfach Verdrängung durch die Tatsache, dass wir unsere Vergangenheit hinter uns lassen möchten.

Wahrscheinlicher ist aber das tief sitzende Schamgefühl und schlichtweg die Unwissenheit, dass erwachsene Kinder von Alkoholikern mit bestimmten Problemen zu kämpfen haben.

Als erwachsenes Kind eines Alkoholikers fühlst du dich irgendwie anders. Du spürst, dass in deinem Leben etwas nicht ganz stimmt – weißt aber nicht genau was. Jahrelang versuchte ich mein Leben in den Griff zu bekommen und bekam immer wieder zu spüren, dass mir das nicht gelingen wollte. Ich war nie wirklich zufrieden, lebte mit in einer Depression und fühlte mich verloren und sinnlos. Mir fehlte die Kraft zum Leben.

Als ich mich auf dem Weg in ein unbeschwertes Leben machte, wurden mir mit der Zeit 2 Dinge bewusst:
1) Ich bin nicht alleine mit meinen Problemen und es gibt noch viele andere da draußen, die so fühlen wie ich.
2) Es ist möglich trotz dieser Prägungen ein glückliches Leben in Freiheit und Leichtigkeit zu führen.

In meiner meiner kostenfreier Online Support Gruppe, gebe ich genau zu diesen Themen kostenfreie Trainings und Coaching Impulse. Wenn du dir gerade Unterstützung auf deinem Weg wünschst, bist du herzlich eingeladen Mitglied der Breaking Free Community zu werden 🙂

Denn es gibt so unglaublich viel zu zu diesem Thema zu sagen und ich garantiere dir, dass es auch für dein Leben mindblowing und lebensverändernd ist! Auch meine meistgelesenen Artikel zu diesen Themen werde ich dir am Ende des Beitrags verlinken, sofern du noch tiefer eintauchen möchtest. Aber lass uns erstmal hier genauer darauf eingehen.

Du kannst nicht vor deiner Vergangenheit weglaufen

Als ich die Schule fertig hatte, konnte ich es kaum erwarten für das Studium in eine andere Stadt zu ziehen. Endlich von zu Hause weg sein, mein eigenen Leben genießen und vor allem: Nicht mehr tagtäglich den Strapazen ausgesetzt sein, die die Alkoholsucht meines Vaters mit sich zog.

Es war an der Zeit, all das Dunkle aus meiner Kindheit hinter mir zu lassen und endlich glücklich zu werden. Aber egal wie sehr ich mich anstrengte, ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben lebte ich trotzdem nicht. Erst Jahre später begriff ich, dass sich die Auswirkungen von damals nicht einfach in Luft auflösten, nur weil ich mein Elternhaus verließ.

“Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammtsie zu wiederholen.” 

George Santayana

Wenn du in einer suchtbelasteten oder dysfunktionalen Familie aufgewachsen bist, hat das einen großen Einfluss auf dich. Und das volle Ausmaß macht sich erst im Erwachsenenalter bemerkbar. Wir entwickeln in unserer Kindheit bestimmte Persönlichkeitsmerkmale und Beziehungsmuster, die uns dabei helfen, mit einem alkoholkranken Elternteil zurechtzukommen.

Das hat uns damals dabei geholfen, in einer chaotischen Familie zu überleben. Diese Merkmale und Muster sind aber auf Dauer schädlich und wenn wir sie als Erwachsene unbewusst aufrecht erhalten, hat das zur Folge, dass wir weiterhin nur überleben statt leben.

Sie begleiten uns mit auf die Arbeit, in Freundschaften, Beziehungen sowie Elternschaft. Auch die vertrauten Gefühle wie Angst, Scham und Wut verschwinden nicht einfach. Oftmals leiden wir dann unter Gereiztheit, Stress, Überforderung und Beziehungsproblemen.

Viele sind zielstrebige Perfektionisten und sehr erfolgreich im Job – erleiden dann aber irgendwann ein Burnout. Manche haben extreme Schlafstörungen oder erkranken an einer schweren Depression. Einige gelangen immer wieder an einen suchtkranken Partner und werden co-abhängig. All das habe ich auch am eigenen Leibe erfahren. Und nicht wenige greifen selbst zur Flasche oder anderen Drogen, weil sie nicht anders gelernt haben mit Problemen und Herausforderungen umzugehen.

Die Auswirkungen durch das Aufwachsen in einer Suchtfamilie sind wirklich vielfältig und betreffen unglaublich viele Menschen.

Eine alkoholbelastete Familie ist chaotisch und unberechenbar

Kinder brauchen Sicherheit und Stabilität, um behütet aufzuwachsen. Ihre Bedürfnisse müssen erfüllt werden, damit sie sich geborgen fühlen und sich letztendlich auf gesunde Art entwickeln. Dies ist in einer dysfunktionalen Familie nicht gegeben. Was eine dysfunktionale Familie ist erkläre ich dir hier ausführlich: Aufwachsen mit Alkoholsmus – diese Folgen hat das für (erwachsene) Kinder

Alkoholikerfamilien befinden sich ständig im Überlebensmodus. Die Suchtprobleme des Betroffenen stehen im Mittelpunkt der Familie, während die Krankheit über viele Jahre verleugnet wird. Alle Familienmitglieder sind bemüht, die Familiensituation halbwegs stabil und in Ordnung zu halten. Der Schein einer intakten Familie wird nach Außen mit aller Kraft bewahrt.

Als Kind konnten wir die Sucht nicht wirklich verstehen, also gaben wir uns oftmals selbst die Schuld an dem Chaos. Wir waren verwirrt, weil die Disharmonie die wir erfahren haben, einfach nicht mit dem übereinstimmte, was uns von den Erwachsenen vermittelt wurde – nämlich, dass alles in Ordnung und normal ist. Unser Zuhause konnte beängstigend und gruselig sein.

Süchtige sind oft unberechenbar und ihren Kindern gegenüber manchmal missbräuchlich – auf emotionaler und mentaler Ebene und manchmal auch auf der körperlichen. Wir wussten nie, welche Situation oder Stimmung wir zu Hause vorfinden würden, wenn wir von der Schule kamen. Ständig waren wir dieser Ungewissheit und dem damit verbundenen Stress ausgesetzt. Nicht selten kam es zu Streitereien und Problemen. Permanente Anspannung gehörte für uns einfach zum Alltag dazu. Und wahrscheinlich ist das bis heute immer noch Teil von dir.

Erschaffe ein Leben, dass sich im Inneren gut anfühlt, nicht eins, das nur von außen gut aussieht.

Unbekannt

Wenn du in einer Alkoholikerfamilie aufgewachsen bist, bist du unsicher und sehnst dich nach Akzeptanz und Anerkennung. Das ständige Lügen und die Manipulation deiner Eltern machen es dir heute schwer, anderen Menschen aufrichtig zu vertrauen.

Du arbeitest hart und versuchst immer, deinen Wert zu beweisen und andere glücklich zu machen. Du hast auch Probleme, deine Gefühle und Gedanken auszudrücken, da du in deiner Kindheit gelernt hast, dass du dich damit besser zurückhältst. Oder dass du “falsch” bist, wenn du Traurigkeit, Wut oder Enttäuschung in dir fühlst.

Deine Kindheit war geprägt von Unkontrollierbarkeit und Unberechenbarkeit. Dadurch versuchst du, so ziemlich alles und jeden zu kontrollieren – insbesondere deine Beziehungen und die Menschen, die dir am aller nächsten stehen. Das hält deine innere Unsicherheit aufrecht und ist auch unglaublich anstrengend und energieraubend.

10 Dinge, die dich als erwachsenes Kind eines Alkoholikers immer noch begleiten

1. Scham und Einsamkeit

Die Autorin Brené Brown definiert Scham als „äußerst schmerzhaftes Gefühl bzw. die äußerst schmerzhafte Erfahrung zu glauben, dass wir fehlerhaft sind und deshalb keine Liebe und Zugehörigkeit verdienen.“ Dieses gewohnte Gefühl aus der Kindheit führt dazu, dass du dich schnell selbst verurteilst und das Gefühl hast, nicht okay zu sein.

Eine der stummen Regeln in einer Alkoholikerfamilie ist: “Sprich nicht”. Man spricht untereinander weder über den Alkoholismus noch über andere Probleme. Und vor allem nach Außen spricht man nicht darüber – das dunkle Familiengeheimnis ist viel zu beschämend. Was sollen nur die anderen denken?

Wenn du tief im Inneren glaubst, der Liebe unwürdig zu sein, kannst du dich selbst nicht lieben. Du erlaubst dir insgeheim nicht, dich von anderen aufrichtig lieben zu lassen. Dies ist einer der Kernwunden, die wir als EKA’s in uns tragen.

2. Schwierigkeiten zu vertrauen

Du wurdest in deiner Kindheit mehrmals im Stich gelassen und verletzt. Es ist somit ganz natürlich, dass du dein Herz aus Selbstschutz verschließt.

Menschen zu vertrauen (einschließlich dir selbst) fällt dir schwer. Du kannst dich nicht richtig fallen lassen und hältst dich emotional zurück. Dies führt auch dazu, dass du dein wahres Selbst nicht vollständig offenbarst, was dazu führt, dass deine Beziehungen sich eher oberflächlich anfühlen und nicht so intim, wie du es dir eigentlich wünschst.

Das Verhältnis zu deinem Partner oder deinen nächsten Menschen geht nicht in die Tiefe und du fühlst dich trotz deiner Beziehungen einsam.

3. Scharfe Selbstkritik

Von außen hast du immer wieder vermittelt bekommen, dass du nicht gut genug oder wenig liebenswert bist. Du glaubtest damals, dass etwas mit dir nicht stimmt und du außerdem für die Probleme innerhalb der Familie verantwortlich bist. All das ist nicht die Wahrheit, aber du beginst es zu glauben.

Durch diese in der Kindheit verinnerlichten Glaubenssätze bist du sehr hart zu dir selbst und hast Schwierigkeiten, dir Fehler zu verzeihen. Da du glaubst, nicht in Ordnung zu sein, fällt dir auch das Praktizieren von gesunder Selbstliebe schwer.

Eine gesunde Selbstliebe ist DER ultimative Schlüssel für mich gewesen, um meine gesamte Kindheit zu heilen und heute ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

4. Starre und Inflexibilität

Mit Veränderungen jeglicher Art tust du dich schwer. Routinen geben dir ein Gefühl von Sicherheit, und Gewohnheiten helfen dir dabei, dich im Alltag gut zu fühlen. Und das ist ja auch irgendwie ganz normal, wenn du in einem Umfeld aufgewachsen bist, wo du dich als Kind die meiste Zeit nicht sicher gefühlt hast. Auch plötzliche Planänderungen oder etwas, dass sich deiner Kontrolle entzieht, kann große Ängste und Überforderung in dir auslösen.

Oftmals spüren wir tief in uns, dass es so nicht mehr weiter geht und wir etwas verändern müssen. Aber selbst wenn du ganz genau weißt, dass eine Veränderung unausweichlich für ein besseres Leben ist, ist die Angst vor dem Unbekannten größer. Denn wer weiß denn schon, ob das alles gut geht? Ich bin sehr oft viel zu lange in Situationen verharrt, anstatt wirklich etwas zu verändern und habe das Unglücklichsein einfach in Kauf genommen und ausgehalten.

5. Es anderen recht machen

Du hast ein starkes Bedürfnis, von anderen Menschen gemocht und akzeptiert zu werden. Das ist normal und hat jeder Mensch. Aber bei dir ist es aufgrund deiner Prägung vermutlich sehr stark ausgeprägt und geradezu lebensnotwendig. Das ist darauf zurückzuführen, dass du in deiner Kindheit immer wieder mit Ablehnung, Vernachlässigung und Missbrauch konfrontiert worden bist.

Und das muss nicht immer etwas Großes sein. Auch kleine Situationen können dich sehr verletzt haben, wenn du sensibel bist. Es anderen Recht machen zu wollen ist auch eine unbewusste Taktik, um Konflikte zu vermeiden. Streitereien sind dir aus der Kindheit allzu vertraut und deswegen strebst du sehr stark nach Harmonie. Denn natürlich möchtest du die schmerzhafte Erfahrung einer Disarmonie um jeden Preis vermeiden.

6. Perfektionismus

Du versuchst in jeglicher Hinsicht perfekt zu sein, um Kritik durch andere (oder dich selbst) zu vermeiden. Damit stehst du ständig unter dem Druck, dich und deine Person unter Beweis stellen zu müssen: Auf der Arbeit, in deiner Partnerschaft, für deine Familie – du gibst einfach alles und oftmals so viel mehr als du eigentlich geben kannst.

Und immer wieder stellst du frustrierend fest, dass deine Leistungen nicht zufriedenstellend sind. Deiner Meinung nach gibt es immer etwas auszusetzen. Es gibt dieses und jenes zu verbessern. Du hättest das doch besser wissen müssen.

Und hey, ich sage dir jetzt was: Perfektion ist eine Illusion. Du wirst nie perfekt werden, weil du bereits perfekt bist – mit all deinen Ecken und Kanten.

7. Hohe Sensibilität

Wenn du dich in deiner Kindheit hauptsächlich auf dein Umfeld konzentriert hast, entwickelst, wirst du sehr feinfühlig und empathisch. Das ist eigentlich total die Superpower, wenn man weiß wie du richtig damit umgehen kannst. Wenn du das nicht weißt, führt das oft dazu, dass du deine Gefühle weitgehend unterdrückst.

Trotz deiner mitfühlenden und fürsorglichen Art fällt es dir schwer, mit deiner Sensibilität gut zurechtzukommen. In den meisten Fällen überfordert es dich. Und du kannst nicht so gut mit Kritik umgehen, da du sie sehr schnell persönlich nimmst.

Deine tief sitzenden Glaubenssätze von “Ich bin nicht liebenswert” und “Ich bin nicht gut genug” werden dann wieder schmerzlich getriggert.

8. Starkes Verantwortungsbewusstsein

Schon sehr früh musstest du notgedrungen Verantwortung für deine Eltern übernehmen, weil sie aufgrund ihrer eigenen Probleme oft auf deine Hilfe angewisen waren. Das können Einkäufe, Organisation oder sonstige Erledigungen gewesen sein. Ich habe zum Beispiel immer sichergestellt, dass mein Papa genug isst, wenn er am Wochenende in seinem Vollrausch war.

Auch auf emotionaler Ebene musstest du vielleicht Verantwortung übernehmen. Zum Beispiel indem du deine Geschwister getröstet hast, wenn deine Eltern stritten. Oder auch als Vermittler versucht hast, den Streit zwischen deinen Eltern zu schlichten.

Du wirst also sehr schnell erwachsen und bist daran gewöhnt, für alles und jeden Verantwortung zu übernehmen. Da du das so gelernt hast, übernimmst du ganz oft unbewusst weiterhin Verantwortung für die Bedürfnisse und Gefühle anderer oder versuchst, ihre Probleme zu lösen – obwohl das gar nicht deine Aufgabe ist. Denn was wir als EKA’s vor allem lernen dürfen ist: Unser Wohlergehen an erste Stelle zu setze und die Verantwortung für unser eigenes Leben übernehmen.

9. Ängste

Kinder alkoholkranker Eltern tragen eine tief sitzende Angst in sich, die weiterhin bestehen bleibt wenn sie nicht aufgelöst wird. Die traumatischen Ereignisse in der Kindheit führen dazu, dass du immer auf der Hut bist und in ständiger Wachsamkeit – dein System ist darauf eingestellt, dass jederzeit etwas passieren könnte.

Diese Angst hält dich gefangen. Denn auch wenn es erstmal paradox klingt, aber oftmals kreierst du dir auch Probleme, wenn keine vorhanden sind. Denn eine Welt voller Drama, ist das was du kennst und dir somit auch in gewisser Weise Sicherheit gibt. Nervosität, Angespanntheit und Sorgen sind dein Normal und ein Leben abseits davon ist für dich unvorstellbar.

Aber lass mich dir sagen: Jedes Problem ist eigentlich kein Problem und es gibt einen Weg raus aus dieser Spirale. Nicht indem du einfach nur darüber redest, sondern vor allem indem du deine Perspektive auf das Problem veränderst.

Wie wir unsere Sichtweise auf unser ganzes Leben nachhaltig verändern, bringe ich in meinem kostenfreien E-Mail Kurs “Happy Child, Free Adult” bei. Dort erfährst du alles was du brauchst, um ein glückliches Leben in Freiheit und Leichtigkeit zu führen. Der Schlüssel dazu ist die Heilung deiner inneren Wunden. Hier erfährst du mehr dazu und kannst dich anmelden:

10. Sich um andere kümmern und sie retten

Oft musstest du dich um deine Eltern oder Geschwister kümmern, als du selbst noch ein Kind warst. Ich bin schon bei Charakterzug Nummer 8 darauf eingegangen. Kennst du das, dass du von anderen für deine Tapferkeit und Fürsorge gelobt worden bist? Du bist eine gute Tochter oder ein guter Sohn, wenn du dich vollumfänglich um andere sorgst.

Und das ist auch grundsätzlich etwas wunderschönes – es ist ein Ausdruck deiner Liebe. Aber es wird dir zum Verhängnis, wenn du dich mehr um andere kümmerst als um dich selbst. Und die Tendenz ist einfach da, wenn du in einer dysfunktionalen Familie aufgewachsen bist. Ich spreche von der sog. Co-Abhängigkeit, zu der ich hier auf meinem Blog sehr viele Artikel veröffentlicht habe.

Was sehr typisch ist, dass du versuchst deine Mutter oder deinen Vater immer wieder davon zu überzeugen, mit dem Trinken aufzuhören. Ich habe damals wirklich alles probiert: Weinen, Schreien, Drohen, endlose Gespräche, Alkohol wegschütten und noch viele weitere Strategien, die letztlich nicht funktioniert haben.

Die Gewohnheit, dich um andere Menschen zu sorgen kostet dich viel Zeit und Energie, sodass dein eigenes Leben, deine Bedürfnisse, deine Wünsche eigentlich immer zu kurz kommen. Ganz abgesehen von der Verzweiflung die aufkommt, wen du permanent Menschen die du liebst ändern oder retten willst.

Die Wahrheit ist, dass du niemanden ändern oder retten kannst außer dich selbst. Und dass sich dieses ungesunde Verhalten erst ändert, wenn du dich genau dafür entscheidest. Bei vielen Betroffenen ist dieses unbewusste Verhaltenmuster der Hauptgrund Grund, warum sie immer wieder an einen suchtkranken Partner gelangen.

Du bist der Schöpfer deines Lebens

Puuuuuh, I know – besonders, wenn dir das alles zum ersten Mal bewusst wird, ist das ein ganz schön große Schelle in dein Geischt. Und ich kann mir vorstellen, dass du dich als EKA mit fast allen der aufgezählten Punkte identifizieren kannst. Dadurch kann das Gefühl entstehen, total kaputt zu sein. Ging mir auch so, als ich das alles für mich realisiert habe.

Ich möchte dir sagen: Es ist alles gut. Es tut weh, aber es ist alles gut. Die Bewusstwerdung deiner Selbst ist der erste Schritt in deine Freiheit, die du dir aus tiefstem Herzen wünschst. Deine Situation ist nie ein permanenter Zustand, mit dem du dich für den Rest deines Lebens abfinden musst.

Du hast dein Leben selbst in der Hand und kannst jeden Tag beginnen, aktiv an deinem Glück zu arbeiten. Es ist ein Prozess, der Zeit braucht und ein Weg, der sich am Anfang anfühlt, als wäre er unmöglich zu beschreiten.

Als jemand der diesen Weg gegangen ist kann ich dir sagen: Es ist alles möglich.

Heilung fängt an, wenn wir verstehen, wo der Ursprung unserer Probleme liegt. Und der Weg der Heilung lässt sich viel einfacher beschreiten, wenn wir wissen, dass wir mit unseren Problemen nicht alleine sind. Es gibt Hilfe und Lösungen – vieles davon findest hier frei zugänglich auf meinem Blog.

Ich wünsche mir nichts sehnlicher als deine Freiheit. Und dass du ein Leben lebst, dass dich aufrichtig glücklich macht. Und dass dir jeder Tag unendlich viel Freude bereitet.

Denn du hast nur dieses eine Leben. Und wie jeder andere Mensch hast du es verdient, ein Leben zu leben, dass sich erfüllend und lebendig für dich anfühlt. Und ich bin da, wenn du dich nach Unterstützung von jemanden sehnst, der eine ähnliche Geschichte schreibt wie du. Der dich verstehen und nachfühlen kann. Solange ich lebe, werde ich da sein für dich.

In Liebe und Verbundenheit,
deine Mel

Und hier wie versprochen deine Must Read Artikel für ein unbeschwertes Leben:


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24 Gedanken zu „10 Charakterzüge, die dich als erwachsenes Kind eines Alkoholikers immer noch begleiten“

  1. Liebe Mel,
    danke für dein Blog und die ernüchternden Erkenntnisse. Ich habe auch eine traurige Kindheit hinter mir und bin jetzt wo ich eigentlich frei bin total traurig und ängstlich. Es wirkt gerade alles so verwirrend auf mich, die Menschen, ich weiß nicht was ich von ihn halten soll, waren es doch die gleichen Menschen die damals zugeschaut haben wie ich mich mit zwei Alkoholigern rumgeschlagen habe. Ja klar habe ich nach außen so getan als wenn mein Leben in Ordnung war, aber sind wir ehrlich, die Schreie, die betrunkenen Eltern hat doch jeder im Dorf gesehen? Und statt einem kleinen 5 jährigem Kind zu helfen, wurde ich verachtet und die Kinder durften nicht mit mir spielen. Warum tut man einem kleinen Mädchen sowas an. Ich war allein auf der Welt. Keiner wollte mich! In der Schule würde ich gemobbt. Jetzt bin ich Erwachsen habe sehr viel Erfolg gehabt und bin Ärztin und Mutter einen 14 Monate alten Sohnes, aber ich habe immer nur gekämpft, weil ich es allen zeigen wollte, dass ich nicht die Person bin zu der ich gemacht wurden bin. Jetzt bin ich traurig und leer.

    Antworten
    • Liebe Nicole,

      du hast Recht – sehr vielen von uns ergeht es so. Wir streben nach Perfektion, opfern uns für andere Menschen auf und werden doch am Ende nicht richtig glücklich damit. Die Liebe und Anerkennung, nach der wir uns seit unseren Kindheitstagen sehnen suchen wir im Aussen, finden können wir sie aber nur in uns selbst. Egal wie sehr wir uns bemühen, die Leere in uns kann niemand anderes füllen. Der Weg zum Glück ist der Weg zu uns und er beginnt mit aufrichtiger Akzeptanz uns selbst gegenüber.

      Liebe Grüße aus Thailand,
      Mel

      Antworten
      • Hallo dieser Kommentar kommt wohl etwas spät aber ich hoffe du wirst ihn trotzdem noch lesen.
        Ich kann mich in all diesen Punkten sehr gut wieder finden. Viele dieser Sachen hätte ich so gar nicht mit dem Alkoholismus in Verbindung gebracht aber nachdem ich den Artikel gelesen habe verstehe ich das wirrwarr in meinem Kopf ein bisschen besser. Viele dieser Punkte machen es schwer für mich gute Beziehungen zu anderen und mir selbst zu bekommen und auch wenn ich einige dieser Punkte schon länger über mich weiß und mir auch bewusst ist,dass sie ein Problem sind weiß ich einfach nicht wie ich loslassen soll. Vielleicht liegt es an meinem Alter und ich besitze die nötige Reife noch nicht oder vieles ist einfach noch zu nah in der Vergangenheit um loszulassen. Dennoch wünsche ich mir von Herzen irgendwann ein glückliches Leben zu führen und mich als Person zu akzeptieren die es verdient geliebt zu werden und auch mal Fehler machen darf. Ich habe erst angefangen alles zu verarbeiten als ich endlich weg von zuhause war. Mit 15 hatte ich die Entscheidung getroffen zu gehen, da ich diesen Weg nicht einschlagen wollte. Ich wollte ein glückliches, freies Leben haben worauf ich, wäre ich geblieben nie eine Chance gehabt hätte. Das ist jetzt 1 1/2 Jahre her und ich habe bereits Fortschritte gemacht. Dennoch habe ich noch einen langen Weg vor mir bis ich damit abgeschlossen haben werde.
        Dennoch will ich nicht aufgeben. Ich möchte leben. Glücklich mit mir und meinen Lieben. Das ist etwas was mir sehr am Herzen liegt da ich ja auch nicht nur für mich lebe sondern auch für die die mich lieben. Auch für sie möchte ich aus diesem Teufelskreis heraus um ihnen die Hilfe zu geben die sie brauchen, welche ich so instabil aber nicht geben kann.

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        • Liebe Nilli, ich freue mich so sehr, dass dir mein Artikel so viel Klarheit geben konnte und ich danke dir, dass du so offen teilst was dich bewegt und an welchem Punkt du gerade stehst. Du hast ein glückliches Leben verdient, so wie jeder Mensch auf dieser Welt und es ist nie zu früh oder zu spät, den eigenen Weg dorthin zu gehen. Es ist wundervoll, dass du bereits Fortschritte sehen kannst und egal wie lang der Weg sein mag, du wirst dir das Leben erschaffen können, von dem du träumst. Und sogar noch so viel mehr, meine Liebe. Ich könnte es nicht glauben oder ansatzweise greifen, wenn ich diesen Weg nicht selbst für mich gegangen wäre. Danke, dass du den Mut hast und Verantwortung für dein Glück übernimmst. Danke, dass du bist. Lots of love to you, Mel

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      • Ich bin Mutter von zwei erwachsenen Kindern, 22 und 24 Jahre alt und ich wünsche mir sehnlichst es hätte meinen Alkoholismus für meine Kinder nie gegeben.
        Es tut weh deine Schilderungen zu lesen und zu hören wie es meinen Kindern heute geht. Ich finde es wichtig, dass Kinder einen Zugang dazu bekommen um ihr Leben zu gestalten.

        Antworten
        • Hallo Susanne, jeder Mensch macht die Erfahrungen die er macht aus einem bestimmten Grund. Was wir erleben ist weder gut noch schlecht. Es kommt immer darauf an, was wir daraus machen. Ich lade dich ein, deine Perspektive zu verändern: Deine Kinder haben dadurch die Chance, durch das was sie erlebt haben innere Stärke zu entwickeln. Und: Du hast immer dein Bestes gegeben, vergiss das nicht. Much love from Bali, Mel

          Antworten
  2. Liebe Mel,
    ich bin heute auf Deinen Blog gestoßen und möchte Dir hier ein großes Lob aussprechen. Durch jahrelange Therapie habe ich bereits viele Erkenntnisse gewonnen – aber mit dem Fühlen (besonders für mich) habe ich nach wie vor große Probleme. Aktuell bin ich in einer Rehamaßnahme und stelle fest, dass ich nach wie vor große Defizite habe. Mich bewegt aktuell die Frage, warum mir auch die Meinung eigentlich für mich unwichtiger Menschen über mich so wichtig erscheint…
    Viele liebe Grüße
    Christina

    Antworten
    • Liebe Christina,
      ich danke dir vom Herzen für dein tolles Feedback!
      Es ist oft die große Angst vor Ablehnung, die uns immer wieder von der Meinung anderer Menschen abhängig macht. Wir wollen anderen gefallen und suchen die Bestätigung im Außen. Erhalten wir diese nicht, fühlen wir uns wertlos. Aber durch Stärkung des Selbstwertgefühls erkennen wir nach und nach den wahren Wert unseres Seins an, ganz unabhängig von der Meinung anderer. Selbstliebe war für mich der Schlüssel, unter all der gefühlten Minderwertigkeit meine Fähigkeiten zu entdecken, innere Stärke zu erlangen und echtes Vertrauen in mir selbst zu finden.
      Bleibe dran & trust the process. Du bist auf einem wundervollen Weg liebe Christina!
      Vom Herzen alles gute für dich,
      Mel

      Antworten
  3. Liebe Mel,
    vielen lieben Dank, dass du mit dem Thema in die Öffentlichkeit gehst! Leider ist es immer noch ein absolutes Tabuthema unserer Gesellschaft und ich traue mich bis heute nicht über meine Erfahrung in der Kindheit zu berichten, aus Angst „abgestempelt“ zu werden. Wie du in deinem Blog schreibst, haben viele betroffene Kinder als Erwachsene „Probleme“. Daher ist es so schön zu sehen, wie glücklich und erfolgreich du dir dein Leben erschaffst. Ich selber liebe mein Leben ebenfalls, ich führe eine wundervolle Partnerschaft, ich habe tolle Freundschaften, ich bin erfolgreich und geschätzt im Job und voller Vertrauen und Liebe. Und ich glaube wir haben das nicht „trotz“, sondern „wegen“ unsere Kindheitserfahrungen! Wir haben ganz viel Potenzial in uns durch unsere besonderen Herausforderung in der Kindheit. Ich möchte es nicht schön reden, was wir als Kinder erlebt haben, aber ich wünsche jedem einzelnen, dass er die Liebe, die positiven Eigenschaften und Charakterzüge in sich entdeckt und in die Welt bringt.
    Vielen lieben Dank, dass du als Vorbild vorausgehst und andere motivierst!

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Liebe Karina,
      ich danke dir herzlich für dein liebevolles Feedback und ich bin vollkommen deiner Meinung. Unsere Erfahrungen dienten uns dazu, vollständig bei uns anzukommen und zu lernen, was es bedeutet wahrhaftig zu lieben und in vollem Vertrauen zu sein. Wie könnten wir das Licht sehen, ohne jemals mit dem Schatten in Kontakt gekommen zu sein? Ja, es war schmerzhaft, was wir erlebt haben. Aber es ist unsere Entscheidung, ob wir an dem Schmerz unserer Kindheit unser Leben lang festhalten möchten, oder ob wir den Weg der Heilung gehen, um all das wirklich hinter uns zu lassen und ein Leben in Glück und Leichtigkeit zu genießen. Wie wundervoll und mutig von dir, dass du deinen persönlichen Weg gegangen bist und immer noch beschreitest! Ich drücke dich <3
      Much love, Mel

      Antworten
      • Hi Mel,
        Dein Artikel hat mich sehr berührt! Ich hab mich in allen Punkten irgendwie abgeholt gefühlt. Ich führe schon lange ein sehr erfolgreiches Leben, bin sogar gerade dabei mich selbstständig zu machen. Um mich herum habe ich so viele tolle Menschen und bin glücklich verheiratet. Und trotzdem muss ich für mich selbst immer noch weiter, höher, schneller, erfolgreicher sein. Da ist irgendeine Leere die sich einfach nicht füllen lässt. Das hab ich oft gespürt, aber durch diese Beiträge hier ist es mir noch mal ganz bewusst geworden.
        Vielen Dank!
        Herzliche Grüße!
        Yasmin

        Antworten
        • Hi Yasmin,
          so schön, dass du dich auf deinen persönlichen Weg gemacht hast! Oftmals versuchen wir die innere Leere in uns damit zu füllen, etwas im Außen zu verändern. Irgendwann kommen wir dann an einen Punkt, wo wir uns fragen wieso das alles nicht so recht funktioniert. Ich freue mich sehr, dass dir meine Beiträge mehr Klarheit bringen und dir vielleicht dabei helfen, gezielter an den für uns typischen Glaubenssätzen wie z. B. “Ich bin nicht gut genug” zu arbeiten. Ganz viel Liebe an dich, Mel

          Antworten
  4. Hallo liebe Nel,

    Es ist gerade ein Sonntagmorgen und 7:29 Uhr als ich deinen Blogartikel lese. Ich bin einfach nur geflasht und zu Tränen gerührt. Alle Punkte treffen auf mich zu und ich hatte sie bereits in mir erkannt. Einige davon hatte ich auf den Alkoholismus meines Vaters geschoben, aber das alle Eigenschaften damit in Verbindung stehen könnten, wäre mir nicht in den Sinn gekommen !! Zu Akzeptieren das auch ich es verdient haben glücklich zu sein und geliebt zu werden, fällt mir oft noch schwer. Ich stehe mir in glücklichen Momenten oft selber im Weg und mache alles kaputt (ganz besondere in meiner Partnerschaft). Tiefe und Verbundenheit zu im Leben zu spüren fällt mir am meisten schwer. In meiner Kindheit sowie Jugendzeit, habe ich mich oft zum Clown gemacht, da ich es immer für nötig gehalten habe andere zu bespaßen. Irgendwann haben mich meine Freunde nicht mehr ernst genommen und auf meine Kosten Witze über mich gemacht. Irgendwann war Stop und ich wusste, dass ich an mich denken muss. Ich habe verstanden, dass ich nicht dafür verantwortlich bin andere glücklich zu machen . Aber dein Artikel hat mich noch mal in anderen Punkten wachgerüttelt und ich bin dir wirklich sehr dankbar dafür und schätze deine Arbeit sehr ! Vielen Dank !

    Antworten
    • Liebe Eliff, ich danke dir sehr für deinen lieben Kommentar und deine Offenheit! Ich finde mich in vielen deiner Worte wieder und sei dir gewiss, dass du nicht alleine damit bist! Bewusstsein ist erst einmal sehr schmerzhaft, aber notwendig um Veränderungen im Leben herbeiführen zu können. Du bist auf einem guten Weg meine Liebe und wenn du magst, komm doch gerne in unsere Facebook Community mit Gleichgesinnten. Ich würde mich sehr freuen, wenn du einen Teil des Weges mit uns gehst <3 https://www.facebook.com/groups/community.breakingfree Alles Liebe, Mel

      Antworten
  5. Liebe Mel,

    es fühlt sich so an, als hätte jemand zum ersten Mal das ausgesprochen, was auf mich zutrifft. Wahnsinn. Schmerzhaft.

    Wie konntest du dein „Kind“ in dir befreien? Therapie? Selbsttherapie?

    Danke, dass du das alles für mich, und natürlich für alle Betroffenen auf den Punkt gebracht hast.

    Antworten
    • Liebe Nicole,
      ich kann dich so nachfühlen! Es ist auch wirklich erst einmal schmerzhaft, sich all dem bewusst zu werden. Zu deiner Frage: Ich habe mit Persönlichkeitsentwicklung und Tools zur Selbstheilung geschafft den Kreislauf zu durchbrechen. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle Wunden, die wir seit der Kindheit in uns tragen auch für uns selbst auflösen können. Wenn du mehr wissen möchtest, schreibe mir gerne eine E-Mail. Ich freue mich sehr von dir zu lesen! With love, Mel

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  6. Aber was tun, wenn man noch immer in dieser Situation “gefangen” is weil man seinen Angehörigen (mutter) einfach nich zurück lassen kann. Es fühlt sich an, als ließe man ein Stück von sich selbst zurück, dennoch hat man keine Kontrolle die Probleme zu lösen. Teufelskreis

    Antworten
    • Hallo Jacqueline! Ja das ist in der Tat schwierig. Dieses “Gefangensein” wie du es beschreibst und die damit verbundenen Gefühle wie Schuld und Verantwortungspflicht sind typisch für Co-Abhängigkeit. Diese belastenden Gefühle aufzulösen, sich selbst an erste Stelle zu setzen, gesunde und liebevolle Grenzen zu setzen ist das, was mir auf meinem Weg geholfen hat mich aus diesem Teufelskreis zu befreien. Schreibe mir gerne eine E-Mail oder eine PM bei Facebook/Instagram, wenn du weitere Tipps dazu brauchst. Du bist auf jeden Fall nicht alleine!

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  7. Vielen Lieben Dank für diesen tollen Beitrag! Ich musste weinen, weil alles so sehr auf mich zutrifft und ich damals so gelitten habe! Ich versuche das Beste und meine negativen Glaubenssätze aufzulösen. Alles Liebe!

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    • Danke dir für deine lieben Worte Ana und ich freue mich sehr für dich, dass du dich auf dem Weg befindest, dich von deinen Altlasten zu befreien. Und ich bin mir sicher, dass du jeden Tag dein Bestes gibst. Mach weiter so und gib niemals auf. Es wartet Licht am Ende des Tunnels auf dich. Viel Liebe an dich, Mel

      Antworten
  8. Ich danke dir für diesen Artikel. Ich bin eigentlich der Meinung, dass die Vergangenheit keine Auswirkungen mehr auf mich hat. Ich spreche auch nie darüber bzw. besteht eine gewisse Scham, dass alles zu lange her ist. Mein Vater hat den Alkoholismus so stark ausgelebt, dass ich mit 13 zur Halbwaise wurde. Zugegeben hat uns das ein Stückweit erlöst, jeder von euch kennt den psychischen Terror. Viele Schicksale klingen um so vieles schlimmer. Ich hadere gerade jedoch sehr mit meinem verkorksten ich und warum ich mich so schrecklich fühle…Viele deiner Aussagen geben mir eine Erklärung und machen mir heute etwas Hoffnung.

    Antworten
    • Hallo Steffi, ich freue mich, dass dir der Artikel etwas Klarheit geben konnte! Auch ich habe lange Zeit gedacht, dass meine Vergangenheit nichts mit meiner Gegenwart zu tun hat. Ich war mir dem einfach nicht bewusst und hatte auch kein Gefühl für das, was normal oder gesund ist. Erst als ich anfing, meine in der Kindheit entstandenen Wunden zu heilen, konnte ich mich davon lösen und all die negativen Gefühle, die damit verbunden sind. Es ist nie zu spät, glücklich zu werden und es ist egal, was wir erlebt haben. Wir können jederzeit anfangen, unser Leben neu zu gestalten, weil wir nicht das Endprodukt unserer Vergangenheit sind. Es sei denn, wir entscheiden uns dafür. Alles Liebe für dich! Mel

      Antworten
  9. Liebe Mel,
    ich bin heute auf deine Seite gelangt und habe den ganzen Tag gelesen und mit jeder Zeile dazugelernt. Ich finde du triffst es mit deinen Beiträgen ziemlich genau auf den Punkt. Du kannst wirklich stolz auf dich sein, dass du die negativen Aspekte aus deiner Kindheit jetzt so ins Positive wandeln konntest.
    Ich bin gerade dabei mich mit meiner Vergangenheit anzufreunden und fühle schon jetzt etwas mehr Erleichterung und inneren Frieden.
    Ganz liebe Grüße
    Elena

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